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Wie Collies Weihnachten retteten
Es war in der Nacht vor Weihnachten, da geriet Santa Claus in eine
missliche Lage. Wohin er auch schaute, er konnte keines seiner Rentiere
erblicken. "Was soll ich nur tun?", fragte er seine Frau. "Ohne
Geschenke wird es auf der Welt morgen sehr traurig zugehen. Die Kinder
werden weinen und die Eltern werden schimpfen. Oh je, wie wird das nur
enden?" "Denk nach, lieber alter Santa!", antwortete seine Frau. "Ich
bin sicher, die Antwort ist schon in deinem Kopf." Plötzlich rief Santa
ein lautes "Hurra - Ich hab’s!" aus. "Ich brauche meine Rentiere gar
nicht. Ich werde meine Collies anschirren!"
Sofort eilte er mit einem Frohlocken zu seinen Hundehütten. "Oh, was für ein herrlicher Anblick wird das sein!" Mit lauter und fröhlicher Stimme rief er nach seinen Collies. "Komm Rowan, komm Reba, komm Ko, zögert nicht länger. Hierher Laddie, Bruce, Peanut, Roxanne und Brian. Wir müssen rechtzeitig fertig werden und die Zeit vergeht wie im Fluge." So rief er all seine Collies herbei, derer so viele waren, dass man sie gar nicht alle mit Namen aufzählen kann. Und ein jeder von ihnen lief schwanzwedelnd herbei, bereit den Spaß mitzumachen. Da Collies nun bekanntlich kleiner als Rentiere sind, brauchte Santa aber natürlich auch jeden einzelnen, um den Schlitten in Bewegung zu setzen. Schließlich verstaute er noch seinen prall gefüllten Geschenkesack, warf seiner Frau zum Abschied einen Kuss zu, und setzte dann den Schlitten in Bewegung. Mit einem Pfiff und Ruf nahm er Fahrt auf. Die Hunde bellten fröhlich, als sie über das Eis rasten. Santa schaute noch einmal zurück, um ein letztes Mal zu winken. Was er da sah, sollte er nie mehr vergessen und für ewig in Erinnerung behalten. Er erblickte einen winzigen Sheltie, der flach über den Boden dahinsauste. Es war die kleine Kristy, die auch mitkommen wollte. Santa zügelte seine Hunde, um ihr eine Chance zu geben. Sie flog durch die Luft wie in einem anmutigen Tanz und landete auf dem Schoß des lieben Santa Claus, während die anderen Hunde bellend Applaus spendeten. Sie flogen am Mond vorbei, der erstaunt hernieder blickte, während die Sterne blinkend und ungläubig mit ihren Augen zwinkerten. Sie arbeiteten die ganze Nacht hindurch und gerade rechtzeitig zum Morgengrauen und zur aufgehenden Sonne hatten sie ihr Werk verrichtet. Übrig war nur noch Santa’s leerer Spielzeugsack und eine ermüdete Colliemannschaft. Mit einem Nicken des alten Santa Claus, hoben sie von den Dachspitzen wieder ab und flogen heimwärts. Die kleine Kristy rollte sich sofort für ein Schläfchen im Schlitten zusammen und hörte Santa’s "Los, ab nach Hause!" schon gar nicht mehr. Die Sonne, die nun die Nacht ablöste, schien ein wenig heller als für die Jahreszeit üblich. Vermutlich wollte auch sie sich nichts von diesem einmaligen Anblick entgehen lassen. Und am Nordpol, immer wenn Weihnachten naht, wird seit jenem Tag diese Geschichte erzählt und in Ehren gehalten: Die Legende, wie die Collies in einer kalten Winternacht Weihnachten gerettet haben. |
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